Unterschätzte Ursache bei Kreuzschmerzen: Expertenmeeting zu Ilio-Sacral-Gelenk

| 22.06.2017

Rund ein Viertel aller chronischen Rückenschmerzen haben ihre Ursache im Ilio-Sacral-Gelenk. Dr. Helmut Hiertz, Facharzt für Neurochirurgie am Medizinischen Zentrum Bad Vigaun, hat den US-amerikanischen Chirurgen Dr. John Stark, Begründer einer minimal invasiven Operationsmethode dieses Gelenks zu einem Expertenmeeting nach Salzburg geholt.

Wenn es um Rückenschmerzen geht, wird das Ilio-Sacral-Gelenk als mögliche Ursache häufig unterschätzt. Dabei zeigen Studien, dass rund 25 Prozent aller chronischen Rückenschmerzen auf Abnützungen dieses kleinen Gelenks zwischen Wirbelsäule und Becken zurückzuführen sind. Dr. Helmut Hiertz, Facharzt für Neurochirurgie am Medizinischen Zentrum Bad Vigaun, will die Aufmerksamkeit für dieses bei der Diagnose und Therapie oft zu wenig im Fokus stehende Gelenk schärfen. Hiertz hat den renommierten Orthopäden Dr. John Stark aus Minneapolis im Juni zu einem Expertenmeeting nach Salzburg eingeladen. Stark hat mit der DIANA-Spreizschraube eine innovative Operationsmethode zur Versteifung des Ilio-Sacral-Gelenks entwickelt. Rund 25 Mediziner aus ganz Österreich nahmen an der Veranstaltung teil, bei der Stark seine Methode präsentierte, die anschließend von den Kollegen intensiv diskutiert wurde.
"Mir geht es darum, diese international anerkannte Operationsmethode in Österreich bekannter zu machen", begründete Hiertz seine Initiative. Der Neurochirurg hat in den vergangenen dreieinhalb Jahren zahlreiche Patienten am Medizinischen Zentrum Bad Vigaun am SI-Gelenk operiert. "Darunter waren viele Menschen, die jahrelang an heftigsten Schmerzen litten", sagte Hiertz. Zum Teil hatten diese Patienten trotz schon erfolgter Operation an der Lendenwirbelsäule starke Schmerzen, weil ihre Problematik beim SI-Gelenk nicht ausreichend berücksichtigt worden war. "Durch die Versteifung des SI-Gelenks verringern sich die Schmerzen, die Patienten haben wieder eine höhere Lebensqualität", weiß der Mediziner aus Erfahrung. Bevor operiert wird, sollten aber alle konservativen Methoden wie Schmerzmittel, Infiltration oder Physiotherapie ausgeschöpft werden. Erst wenn diese keine Besserung bringen, ist eine Operation ins Auge zu fassen, rät der Mediziner.

Das Ilio-Sacral-Gelenk ist die Verbindung zwischen Wirbelsäule und Becken. Eine gestörte Stellung der Wirbelsäule oder Überlastungen können zur Abnützung des SI-Gelenks und damit zu Schmerzen führen. Sie strahlen stark in die Leiste und das Gesäß aus und machen sich vor allem beim Sitzen und Stehen bemerkbar. Häufig gehen Abnützungen der Hüftgelenke oder der Lendenwirbelsäule auch mit Problemen des SI-Gelenks einher.

"Ich freue mich sehr über die Einladung, meine für den Patienten sehr schonende Operationsmethode den Kollegen in Österreich näher zu bringen. Die DIANA-Schraube ist für viele Patienten mit Kreuzschmerzen ein Weg zurück zu höherer Lebensqualität", sagt Dr. John Stark. Das Medizinische Zentrum Bad Vigaun und Dr. Hiertz seien Vorreiter bei der Etablierung dieser innovativen Operationsmethode in Österreich, betonte der amerikanische Arzt beim Expertenmeeting in Salzburg.

Pressefoto v.l.n.r: Dr. Helmut Hiertz, Dr. John Stark, Prim. Dr. Georg Galvan (Ärztlicher Leiter Klinik)


Rückfragehinweise:

Dr. Helmut Hiertz
Facharzt für Neurochirurgie
Medizinisches Zentrum Bad Vigaun
Karl-Rödhammer-Weg 91
5424 Bad Vigaun
Tel.: 06245/8999-622
Mail: helmut.hiertz@badvigaun.com
www.badvigaun.com


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